Wer hätte das gedacht? Da bin ich am anderen Ende der Welt und hänge trotzdem die ganze Zeit mit Daniel rum… eben: „Same Same, But Different“ 
Nach einer kurzen Nacht ging es am 3.4. morgens um 5uhr zum Flughafen und von dort nach Medan (Sumatra – Indonesien), wo ich mich dann um 10uhr mit Daniel und Nadja im Café Raya getroffen habe.
Nach dem die Beiden schon eine Nacht in Medan verbracht hatten konnten Sie mir meinen ersten Eindruck bestätigen… Medan ist keine schöne Stadt!… Also Kaffee austrinken und mit einem öffentlichen Minibus weiter nach „Berastagi“.

Berastagi ist eine kleine Bergstadt, schön gelegen zwischen zwei Vulkanen. Nachdem wir in unser Guesthouse mit fantastischer Aussicht über die Stadt eingecheckt, einen Guide für den nächsten Tag organisiert und eine Kleinigkeit gegessen hatten ging es direkt nach dem Sonnenuntergang auch schon ins Bett.
Nach einer erholsamen aber überraschend kalten Nacht, stand pünktlich um 7uhr unser Guide bereit. Noch ein kleines „Fried Chicken“ Frühstück und dann ging es auch schon los… das Ziel: die Besteigung des Sibayak Vulkans. Nach einer kurzen Busfahrt war der Startpunk erreicht und der Aufstieg durch dichten Dschungel begann. Nach vierstündiger Wanderung haben wir dann erschöpft aber glücklich den Gipfel erreicht; was für ein Panorama…
Tiefgrüner Dschungel soweit das Auge reicht, rauchende Vulkane am Horizont und zu unseren Füßen der dampfende Krater des Vulkans.


Nachdem wir vor diesem Ausblick unser Mittagessen (nat. Fried Chicken) genossen haben ging es an den Abstieg… motiviert durch das Wissen das am Fuß des Vulkans heiße Quellen auf uns warten. Nach einem entspannenden Bad und einem kühlen Bintang (indonesisches Bier) ging es zurück zum Guesthouse.
Am 5.4. stand extrem Busfahren auf dem Programm, mit lokalen Bussen (s.g. Jeepneys: uralte, extrem aufgemotzte, knallbunte Minibusse) von Berastagi nach Lake Toba, dem größten Vulkankratersee der Welt.

Lake Toba Bild: http://img197.imageshack.us/i/northsuamtramedandanaut.jpg/sr=1
In Sumatra mit öffentlichen Bussen zu reisen strapaziert selbst die Nerven von Indienerfahrenen Travellern…

Frage: Wie viele Leute passen in einen 30Jahre alten Minibus mit 10 Sitzplätzen?
Antwort: Man belege alle Sitzplätz doppelt, vier Leute aufs Dach, einen hängt man an die Seite des Busses… so kann man problemlos 25 Leute im Bus unterbringen und hat noch genügend Platz für 5Säcke Reis, diverse Pakete, eine Satellitenschüssel und nat. Gepäck… und so kann man dann ganz bequem 6 Stunden über Schlaglochpisten rasen… einfach herrlich
Naja irgendwie haben wir die Fahrt überstanden und nach einer kleinen Bootsfahrt endlich unser Ziel, den winzigen Ort Tuk Tuk auf Samosir Island mitten im Lake Toba erreicht… was soll ich sagen? PERFEKT!
Ein gigantischer See umgeben von tiefgrünen Bergen mit einer riesigen bergigen Insel in der Mitte. Die Landschaft ist eine Mischung aus Schweizer Alpen, Gardasee und Tropen… kurz die perfekte Bilderbuchlandschaft.


Wie schon in Berastagi waren wir dort mehr oder weniger die einzigen Touristen…

Sumatra ist einfach der absolute Hammer! Ich war ja schon viel in Asien unterwegs aber Sumatra hat es tatsächlich geschafft mich zu beindrucken... einfach genial, die komplette touristische Infrastruktur ist vorhanden, da Sumatra in den 80ern ein recht beliebtes Reiseziel war aber aufgrund von politischen Unruhen, Naturkatastrophen, Terrorismus usw. gibt es mittlerweile so gut wie keine Touristen mehr… überall gibt es schöne Unterkünfte, Restaurants und Tourangebote für wenig Geld aber trotzdem sind wir hier meistens die einzigen Weißen… aber das absolute Highlight ist wie sehr sich die Leute hier freuen uns zu sehen… die Kinder auf der Straße winken, jeder lächelt einen an und wenn man in ein Guesthouse oder ein Restaurant kommt wird man überschwänglich empfangen…
Ich hatte leider schon oft das Gefühl, dass ganz egal wo ich hinkomme und ganz egal wie schön es dort ist, ich mindestens 5Jahre zu spät dort bin… hier habe ich jetzt das erste Mal das Gefühl genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein!
Lake Toba hat sich mit seiner unberührten Landschaft, den traditionellen Häusern, den freundlichen Leuten und der absoluten Ruhe definitiv einen Platz in den Top 10 der schönsten Orte die ich bisher gesehen habe gesichert!
Nachdem wir die Insel mit Rollern erkundet haben ging es dann gestern weiter nach „Bukittinggi“, 15h Busfahrt… war anstrengend aber irgendwie übersteht man das eben
Gestern waren wir noch das „Taman Panorama“ bestaunen und haben ein Tunnelsystem besichtigt welches die Japaner im 2. Weltkrieg von Indonesischen Sklavearbeitern graben lassen haben…
Heute geht es jetzt weiter zum Lake Maninjau... wir sind gespannt
Wer weiss schon genau welche Wunder Sumatra noch für uns bereithält…
Schade dass ich am 12. April schonwieder nach KL fliegen muss… aber irgendwann sollte ich ja auch mal wieder in Deutschland vorbeischauen
LG aus Sumatra, bis bald...
Cheers Felix